
GESTEINE
DIALLAG-GABBRO
Beim Diallag-Gabbro von Marmorera und der Alp Flix (Graubünden) ist der Plagioklas häufig in Epidot umgewandelt. Er kann jedoch auch in weisslicher Farbe erscheinen, wenn bei diesem Prozess Albit entsteht. Die dunklen Bestandteile bestehen aus Pyroxen.Um Ihnen die Ästhetik dieses Gesteins näherzubringen, zeige ich hier einige meiner früheren Arbeiten aus Marmorera-Gestein.

Die folgenden Steine habe ich noch

Diallag-Gabbro, GR, CH, Nr. 329, Grösse: 110 x 80 x 35 mm, Preis: CHF 50.-


Diallag-Gabbro,Alp Flix, GR, CH, Nr. 819, Grösse: 100 x 75 x 30 mm, Preis: CHF 50.-

Diallag-Gabbro, Marmorerasee, GR, CH, Nr. 536, Grösse: 70 x 40 x 20 mm, Preis: CHF 40.-
Eine kleine Anekdote: Irgendwann erreichte mich die Nachricht: 'Was du da hast, ist kein Diallag-Gabbro, sondern ein Diabas!' Ich war zunächst verwundert. Kann es sein, dass am selben Fundort zwei so unterschiedliche Gesteine vorkommen?Bei genauerer Betrachtung wurde mir klar: Dieser Stein ist ein Umwandlungsprodukt. Je nach Druck und Temperatur wird das Pyroxen dunkelgrün, während der Plagioklas zu weissem Albit oder pistaziengrünem Epidot reagiert. Mir wurde bewusst, dass man am selben Ort Diallag-Gabbro in ganz unterschiedlichen Metamorphosegraden finden kann.Später entdeckte ich an einem entfernteren Ort tatsächlich echten Diabas. Und was zeigte sich? Im direkten Vergleich wurde der Unterschied deutlich: Während der Gabbro ein grobkörniges Tiefengestein bleibt, ist der Diabas viel feinkörniger – ein ehemaliges Ergussgestein, das eine ganz andere Geschichte erzählt.

Diabas, Ardez, GR, CH, Nr. 965, Grösse: 80 x 40 x 30 mm, Preis: CHF 30.-
Im direkten Vergleich wird es deutlich: Der Diabas besitzt ein wesentlich feineres Korn als der Diallag-Gabbro. Auch das Gefüge und die mineralische Zusammensetzung sind grundverschieden. Dieses Beispiel zeigt: Wer lediglich Abbildungen studiert und vergleicht, unterliegt schnell einer Fehleinschätzung. Erst die haptische Erfahrung und der genaue Blick auf das Gestein schaffen Klarheit. Zu dieser Thematik werde ich später noch weitere Beispiele zeigen.



Ein besonderer Stein bekam ich von einem Geologen. Er hat diesen Stein auf dem Geisspfad bei Binn, VS, gefunden und bezeichnete ihn als Hornblende-Gabbro (Nr. 841 in meiner Kollektion)


Troktolith, Dyrholaey, Island, Nr. 835, Grösse: 100 x 70 x 60 mm, Preis: CHF 60.-

An diesem Strand in Island habe ich dieses besondere Fundstück entdeckt: einen Troktolith, eine seltene Varietät des Gabbros. Die helle Grundmasse besteht aus Plagioklas, der hier fast vollständig aus Anorthit zusammengesetzt ist. Die dunklen Einsprenglinge sind aus Olivin entstanden; ihre tiefe Schwärze verdanken sie einem besonders hohen Eisenanteil.
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